Rosmarin  Rosmarinus officinalis L.
Weihrauchkraut, Maria Reinigung

Rosmarin Die Rosmarinpflanze aus der Familie der Lippenblütler ist ein immergrüner Halbstrauch, mit tannennadelähnlichen, länglichen Blättchen. Heimisch ist er im Mittelmeerraum. Die Rosmarin-Pflanze wird 50 – 150 cm hoch und hat blassblaue Blüten, die quirlförmig zwischen den Blättern angeordnet sind. Im Unterschied zu anderen Kräutern werden die aromatischen, jungen Triebspitzen auch während und nach der Blüte geerntet. Nach dem Trocknen sehen sie wie winzige, grüngraue Tannennadeln aus.

Herkunft
Es gibt kaum ein Volk, bei dem es nicht eine Legende über den Rosmarin gäbe. Griechen und Römer flochten daraus Kränze für ihre Götter und die Mönche im Mittelalter heilten mit Rosmarin Husten. Als Küchengewürz war Rosmarin zuerst in der Mittelmeergegend beliebt und auch heute noch wird er hier in großem Umfang verwendet. Die Hauptanbaugebiete sind heute Holland und die Balkanstaaten. Auch in England, Mexiko und den USA gibt es große Rosmarinkulturen.

Geschmack
Die ätherischen Öle des Rosmarin lassen ihn ein wenig nach Kiefer und Weihrauch riechen. Sein Geschmack ist etwas harzig, stark aromatisch und würzig.

Besonders von der italienischen Küche kann man lernen, zu welchen Speisen Rosmarin am besten passt. Er wird dort zu jeder Art Fisch und Fleisch eingesetzt. Zu Käse und Tomaten passt er ebenso gut wie zu Suppen, Füllungen, Marinaden und Pasta. Rosmarin gehört in Fleisch- und Fischbeize, Marinaden, in Salatsaucen, zu Kartoffel- und Gemüsegerichten. Außerdem eignet sich Rosmarin hervorragend zum Aromatisieren von Öl und Essig. Rosmarin hat eine starke Würzkraft, er sollte deshalb sparsam dosiert werden.

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