Chili  Capsicum frutescens L.
Peperoni, Tabasco- oder Cayenne Pfeffer

Chili Chillies sind Beerenfrüchte aus Familie der Nachtschattengewächse. Auf bis zu 180 cm hohen, buschigen Sträuchern wachsen länglich ovale Laubblätter und weiß bis gelblich-weiße Blüten. Aus den Fruchtknoten entwickeln sich dann hängende Beerenfrüchte. Diese scharf schmeckenden Früchte sind je nach Sorte länglich oder keilförmig, orange bis hin zu leuchtend rot oder rötlich braun. Heute gibt es über 200 verschiedene Kultursorten.

Herkunft
Beheimatet ist die Gattung Capsicum in den südlichen USA und Mexiko bis ins nordwestliche Südamerika. Über 6.000 Jahre alt sind so die ältesten, archäologischen Funde von Chili in Ecuador. Dies beweist, dass die Bewohner Mittel- und Südamerikas schon sehr früh Chili kultivierten und zum Würzen verwendeten. Mit Christoph Kolumbus kam der „Spanische Pfeffer“ aus der Neuen Welt nach Europa. Durch die Entdeckungsfahrten der Portugiesen wurde dieses Gewürz dann auch in Afrika und Asien eingeführt. Die Hauptlieferländer für dieses Gewürz sind heutzutage Brasilien, Ungarn, Spanien, das ehemalige Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien.

Geschmack
Chili ist fast geruchslos und je nach Sorte milder bis brennend scharf. Die Chilifrüchte werden nach den Schärfegraden eingestuft. Hierzu wird der Scharfstoff Capsaicin je Sorte bestimmt und auf einer Schärfeskala von 0 bis 10 bewertet. Cayennepfeffer hat den Schärfegrad 7.

Verwendung

Richtig dosiert, verleiht Chili vielen Fleisch-, Gemüse oder Fischgerichten, Suppen, Saucen und Dips, aber auch Reis, Mais oder Bohnen, den richtigen Pep. Chili gibt es frisch eingelegt, getrocknet in ganzer Form, in Flocken oder gemahlen. In flüssiger Form werden gerne die scharfen Chili-Würzsaucen verwendet.
Die Schärfe von Chili verträgt sich gut mit einer Vielzahl an Gewürzen und Gewürzkräutern wie Basilikum, Bockshornklee, Fenchel, Gewürznelken, Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Majoran, Oregano, Petersilie, Thymian, Zimt und Zwiebeln.

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